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(Datensätze: 60)



1. AG

Die Aktiengesellschaft kann von einer oder mehreren Personen gegründet werden.Sie ist wie die GmbH eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit und einem in Aktien zerlegten Grundkapital. Der Gründungsvorgang unterliegt strengen Formvorschriften. Die Satzung einer Aktiengesellschaft bedarf der notariellen Beurkundung, sie kann inhaltlich nicht frei ausgestaltet werden. Das Aktienrecht ist weit gehend zwingendes Recht. Das gesetzliche Mindestkapital einer Aktiengesellschaft beträgt 50.000 Euro. Die sich aus dem Aktienbesitz ergebenden Rechte können unterschiedlich gestaltet werden. Die Gesellschafter der AG heißen Aktionäre. Organe einer Aktiengesellschaft sind die Hauptversammlung, der Vorstand und der mindestens aus drei Personen bestehende Aufsichtsrat. Unter dem Stichwort „Kleine AG“ sind 1994 verschiedene Vereinfachungen für Aktiengesellschaften in Kraft getreten. Mit der „Kleinen AG“ ist allerdings kein neuer Typus der Aktiengesellschaft geschaffen worden, sondern es werden für Unternehmen mit gewisser Größe und mit überschaubarem Gesellschafterkreis der GmbH vergleichbare Vereinfachungen angeboten. Dadurch bekommt vor allem der Mittelstand einen erleichterten Zugang zur Aktiengesellschaft und damit zur direkten Aufnahme von Eigenkapital.



2. Akkreditiv

Ein Dokumenten-Akkreditiv (auch unter dem Begriff "letter of credit" bekannt) ist ein abstraktes, bedingtes Zahlungsversprechen der Bank eines Importeurs, in der sie sich gegenüber dem Exporteur einer Ware verpflichtet, bei Vorlage akkreditivkonformer Dokumente, Zahlung zu leisten. 'Abstrakt' bedeutet, dass das Zahlungsversprechen der Bank rechtlich losgelöst vom Grundgeschäft ist und selbstständig neben dem Kaufvertrag steht. 'Bedingt' bedeutet, dass die Erfüllung des Zahlungsversprechens an Bedingungen geknüpft ist, die immer dokumentärer Natur sind. Das Akkreditiv ist damit ein Instrument, mit dem im Außenhandel (selten auch im Binnenhandel) die Interessen von Käufern und Verkäufern von Waren ausgeglichen werden. Der Käufer erhält durch diese Form der Abwicklung die Gewissheit, dass er nur zahlen muss, wenn der Verkäufer geliefert hat und dies durch die Vorlage ordnungsgemäßer Dokumente nachgewiesen hat. Der Verkäufer bekommt die Gewissheit, dass er nach Lieferung und der Vorlage ordnungsgemäßer Dokumente seinen Erlös erhält.



3. Ansparabschreibung

Unternehmen können für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines Wirtschaftsgutes gem. § 7g Einkommensteuergesetz eine den Gewinn mindernde Rücklage bilden (Ansparabschreibung). Die Rücklage darf 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsgutes nicht überschreiten, das der Unternehmer voraussichtlich bis zum Ende des zweiten auf die Bildung der Rücklage folgenden Wirtschaftsjahres anschaffen oder herstellen wird. Insgesamt ist die Rücklagenbildung auf 154.000 Euro für jeden Betrieb des Steuerpflichtigen beschränkt. Existenzgründer können bis zu 307.000 Euro in Anspruch nehmen.



4. Arbeitslosenversicherung

Träger der Arbeitslosenversicherung ist die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg. Ihre Aufgabe ist es, mit aktiver Arbeitsmarktpolitik Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu beseitigen. Zudem unterstützt die Anstalt Arbeitslose mit Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe sowie Unterhalts- oder Überbrückungsgeld. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht unter den gegebenen Voraussetzungen (Arbeitslosigkeit, Verfügbarkeit) dann, wenn die Anwartschaftszeit erfüllt ist. Dies ist der Fall, wenn der Antragsteller in den letzten drei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und Antragstellung wenigstens 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt war. Zeiten einer selbständigen Tätigkeit können die Rahmenfrist auf 5 Jahre verlängern. Antragsberechtigt sind somit auch Jungunternehmer, die innerhalb von vier Jahren ihre selbständige Existenz aufgeben und arbeitslos werden, sofern sie unmittelbar vor der selbständigen Tätigkeit 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren. Grundsätzlich sind alle Arbeiter und Angestellten, die gegen Entgelt beschäftigt sind, versicherungspflichtig. Die Höhe des Beitrages errechnet sich nach dem monatlichen Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer erzielt. Derzeit sind 6,5 Prozent zu entrichten, die je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgebracht werden, und zwar bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Für das Jahr 2002 beträgt diese 5.100 Euro (West)/4.250 Euro (Ost). Unter Berücksichtigung des 3,25-Prozent-Satzes sind folglich sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer in der Regel bis höchstens 165,75 Euro (West)/138,13 Euro (Ost) monatlich zu entrichten. Die Beitragserhebung erfolgt über die jeweilige Krankenkasse.



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